Sonnwendfeuer

– zwischen Volksfest und mystischem Kult

Die kürzeste Nacht, der längste Tag im Jahr.

Am 21. Juni ist Sommeranfang. Richtig dunkel, wird es in unseren Breiten, an diesem Tag erst um 22:40 Uhr.  Die Morgendämmerung beginnt schon wieder um 4.30. Ab dem 22. Juni werden die Tage langsam wieder kürzer. Vor- und Frühgeschichtler vermuten, dass schon unsere Vorfahren die Sommersonnenwende gefeiert haben. Für sie, die auf die Sonne als Quelle von Licht und Wärme angewiesen waren, bedeutete die Sonnenwende sicherlich ein wichtiges Datum.

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Von der Kirche auf den 24. Juni verlegt

Schon vor der Christianisierung feierte die heidnische Bevölkerung Europas ein Fest zur Sonnenwende. Die Devise der Kirche war damals, den Heiden in ihren Bräuchen so weit wie möglich entgegenzukommen: Die Sonnwendfeier wurde kurzerhand in ein christliches Fest umgewandelt und auf den Johannistag am 24. Juni (Geburtstag von Johannes dem Täufer) verlegt. Gefeiert wurde weiterhin mit einem großem Feuer in der Sommernacht, ab jetzt wurde es „Johannisfeuer“ genannt:

Ob nun Johannisfeuer – oder Sonnenwendfeuer diesonnwendfeier200 Bezeichnung ist egal. Wichtig ist, dass wir dieses symbolische Datum schon lange in unserem Gedächtnis haben und wir der Natur an diesem Datum huldigen, damit wir eine gute Ernte und somit ein gutes weiteres Leben haben.

Sonnwendfeuer