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-auf der Internetseite des Schwäbischen Albvereins- Ortsgruppe Alfdorf.

Wir bauen den Molchen und Fröschen eine neue Kinderstube

Am Samstag den 10.3.2018 trafen sich mehr als 20 interessierte und umweltbewusste Menschen, darunter zehn Kinder und Jugendliche im Alter von 6-12 Jahren, um ein weiteres Kleinod im Leintal zum Thema Artenvielfalt beizusteuern. Auf ca. 200 m² gibt es am Waldrand der Landesstraße L 1150 kurz vor der Buchengehrener Sägemühle ein Quellgebiet, das früher wahrscheinlich zum Fischteich aufgestaut gewesen war. Leider war das Biotop sehr stark von der Roterle besiedelt, sodass kaum mehr Licht in dieses hineinkam. Des Weiteren war die Stauvorrichtung verrottet, sodass kein Wasser mehr aufgehalten wurde. Das Biotop war dadurch leider fast trockengelegt und somit nicht mehr nutzbar für die Amphibien, um im Frühjahr darin ihren Laich abzulegen. Arnold Sombrutzki, der auf dieses Problem aufmerksam wurde, gab am Anfang der Aktion eine Einführung, welche Arten erwartet werden können, da sie im Umfeld existieren. In seiner Ausführung zählte er vor allem den Grasfrosch, den Laubfrosch und die Erdkröte auf. Außerdem könnten verschiedenste Molcharten, wie der Bergmolch, der Teichmolch und der mittlerweile selten gewordene Kammmolch erwartet werden.

Die Kinder hörten ihm aufmerksam zu und waren sehr motiviert, die Arbeit anzugehen.

Die bereits im Voraus gefällten Rot-Erlen sollten am Rand als Schutz- und Bruthecke aufgetürmt werden damit dies ein weiteres Rückzugsgebiet für gefährdete Vogelarten gibt. Zudem war in der Planung einen Ringelnatterhaufen aufzuschichten, damit diese Tierart innerhalb dieses Haufens ihre Eier ablegen kann. Der Haufen dient dazu, dass durch die verrotteten Materialien eine durchschnittliche Temperatur von 28°C erreicht wird, damit keine weitere Hitze für das Ausbrüten der Eier der Ringelnattern notwendig ist. Die Ringelnatter pflanzt sich in solchen Häufen schon seit Jahrmillionen fort. Leider widerstrebt das der Gründlichkeit des Menschen, sodass diese Tiere immer weniger solcher Brutstätten finden. Die Ringelnatter ist eine in Baden-Württemberg heimische Schlange, die zwar durch ihr schlängeln sehr spektakulär aussieht, jedoch weder Gift noch sonstige Waffen besitzt.

Auch war geplant, einen Wall in Richtung Straße aufzubauen, damit das Biotop ein wenig geschützt wird.

Nach zwei Stunden Arbeit sah man schon erste Fortschritte, trotzdem gab es noch genug zu tun. Bei den Kindern und Jugendlichen ließen außerdem die Kräfte nach, weswegen nun eine Vesperpause eingelegt wurde, damit alle Beteiligten wieder zu Kräften kamen. An dieser Stelle möchten wir uns dafür besonders bei der Metzgerei Bohn bedanken, die uns dafür sämtliche Wurstwaren zur Verfügung gestellt hat.

Friedemann Fritz, der zuständige Förster ging an die Reparatur des sogenannten „Mönchs.“ Ein Mönch ist ein kleines Bauwerk, mit dem man den Wasserstand eines Gewässers regulieren kann. Er wird deshalb Mönch genannt, weil die Mönche diese Regulierung im Mittelalter erfunden haben.

Bei der Reparatur des Mönches sahen die Kinder sehr gespannt zu. Auch halfen sie, den zur Abdichtung benötigten Lehm hineinzudrücken. Dabei hatten sie sehr großen Spaß, denn ein Staudammprojekt bereitet nahezu jedem Freude. Gegen 15:00 Uhr waren alle Bäume entfernt und der Mönch repariert.

Die Naturschutzaktion fand genau zum richtigen Zeitpunkt statt, da in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufgrund der hohen Temperaturen die ersten Amphibien ihren Weg ins Biotop fanden.

Somit war dieser Naturschutz Tag für alle Beteiligten ein voller Erfolg.

Klaus Heck, der Vorstand des Albvereins Alfdorf, wird mit seiner neu gegründeten Jugendgruppe in nächster Zeit öfter am Biotop vorbeischauen, um zu sehen, wie es sich entwickelt.

Arnold Sombrutzki, Friedemann Friz und Klaus Heck sind überzeugt, dass durch solche Aktionen bei unseren Kindern das Thema Naturschutz und das Verständnis dafür, was es alles in unserer Heimat gibt, gefördert und gestärkt wird.

Weitere Informationen zu unserer neuen Jugendgruppe bekommen Sie vom Vorstand des Albvereins Alfdorf, Klaus Heck oder Sie senden eine E-Mail an albverein.alfdorf@Gmail.com.